Die UNO

HauptgebÀude der UN in New York

Die Vereinten Nationen / VN (United Nations / UN) sind eine internationale Organisation, die kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 geschaffen wurde. Sie soll dazu beitragen den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit zu erhalten, diplomatische Beziehungen zwischen allen Nationen auszubauen sowie sozialen Fortschritt und Menschenrechte zu stÀrken.

Heute zĂ€hlen die Vereinten Nationen 193 Mitgliedstaaten, die sich regelmĂ€ĂŸig zu drĂ€ngenden globalen Herausforderungen beraten, aber auch langfristige Ziele gemeinsam festsetzen. Die Themen reichen von nachhaltiger Entwicklung, Umwelt und FlĂŒchtlingen ĂŒber Katastrophenschutz, TerrorismusbekĂ€mpfung, AbrĂŒstung bis zu Themen der Demokratie, Menschenrechten, Geschlechtergerechtigkeit und ökonomischer und sozialer Entwicklung und Gesundheit.

Die vier Hauptziele der Vereinten Nationen sind:
1. den Weltfrieden zu sichern
2. diplomatische Beziehungen zwischen den Staaten zu fördern
3. Staaten dabei zu unterstĂŒtzen, gemeinsam gegen Armut, Hunger, Krankheit, Analphabetisierung zu kĂ€mpfen und Respekt fĂŒr die Rechte und Freiheit zu ĂŒben
4. Plattform der gemeinsamen BemĂŒhungen aller Staaten zur Erreichung dieser Ziele zu sein.

An dieser Stelle werden allgemeine Informationen zu den Vereinten Nationen bereitgestellt. Dabei möchten wir vor allem auf das bereits bestehende Angebot VN-bezogener Einrichtungen hinweisen.

Auf dieser Seite finden Sie allgemeine Informationen zu der Organisation der Vereinten Nationen und Antworten auf die Fragen: Was sind die VN? Wie funktionieren sie? Was wollen sie erreichen?

Auf unseren Unterseiten finden Sie:

Informationsstellen ĂŒber die Vereinten Nationen

Informationen rund um Internationale Organisationen

Informationen zu bestimmten Themengebieten

Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung

Die Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung hat im Rahmen der Reihe “Informationen zur politischen Bildung” ein Heft zu den Vereinten Nationen herausgebracht. Informativ, aktuell, empfehlenswert! Die online-Version findet sich hier, bestellen kann man das Heft kostenlos bei der bpb.

Basic Facts about the United Nations

Basic Facts about the United Nations coverDie neue Ausgabe der “Basic Facts about the United Nations” des UN DPI (Department of Public Information) ist da! Zur online-Version geht es hier.

Eine kurze Geschichte der Vereinten Nationen

VorlÀufer der Vereinten Nationen war der durch den Versailler Vertrag geschaffene Völkerbund (League of Nations) zur Förderung internationaler Zusammenarbeit und Erlangung von Frieden und Sicherheit.

Der Begriff „Vereinte Nationen“ tauchte zuerst in Form der ErklĂ€rung der Vereinten Nationen 1942 auf. In dem Dokument verpflichteten sich die Vertreter von 26 Staaten dazu, den Kampf gegen das Dritte Reich und seine VerbĂŒndeten fortzusetzen. WĂ€hrend ihrer Konferenzen in Moskau, Teheran, Washington, DC und Yalta gegen Ende des Zweiten Weltkriegs planten Vertreter der fĂŒnf spĂ€teren Veto-MĂ€chte Frankreich, Großbritannien, China, Sowjetunion und Vereinigte Staaten von Amerika die Aufgabenfelder, Organe und Mitgliedschaft der internationalen Organisation Vereinte Nationen.

GemĂ€ĂŸ Beschluss der Yalta Konferenz im MĂ€rz 1945 luden die Vereinigten Staaten die Vertreter von 50 Staaten zu einer zwei Monate langen „United Nations Conference on International Organization“ nach San Francisco ein. WĂ€hrend der Konferenz schrieben die Vertreter gemeinsam die Charta der Vereinten Nationen, welche am 24. Oktober 1945 gemĂ€ĂŸ den Bestimmungen der Charta ratifiziert wurde, sodass die Vereinten Nationen offiziell gegrĂŒndet wurden.

Sechs Monate spÀter löste sich der Völkerbund offiziell auf und integrierte seine Aufgaben in den Kanon der Vereinten Nationen.

Struktur und Organe der Vereinten Nationen

Die Generalversammlung / GV (General Assembly / GA) ist das Hauptorgan der Vereinten Nationen und besteht aus Vertretern aller Mitgliedstaaten. Die JahresaktivitĂ€ten der Vereinten Nationen leiten sich grĂ¶ĂŸtenteils von den Mandaten ab, welche die Generalversammlung verabschiedet. In der Generalversammlung verfĂŒgt jeder Mitgliedstaat ĂŒber je eine Stimme. DarĂŒber hinaus sitzen der Generalversammlung Vertreter internationaler Organisationen sowie des Heiligen Stuhls und der PalĂ€stinensischen Autonomiebehörde als Vertreter ohne Stimmrecht bei.

Der Wirtschafts- und Sozialrat / WiSo (Economic and Social Coundil / EcoSoc) wird durch die Charta der Vereinten Nationen begrĂŒndet und ist das Hauptorgan um die wirtschaftliche und soziale Arbeit der Vereinten Nationen sowie seiner Spezialorgane und Institutionen zu koordinieren. Im Wirtschafts- und Sozialrat gelten einfach MehrheitsverhĂ€ltnisse; jeder Staat hat eine Stimme.

Der Internationale Gerichtshof in Den Haag, Niederlande ist die wichtigste justizielle Instanz der Vereinten Nationen. Der Gerichtshof befasst sich mit Rechtstreitigkeiten zwischen Mitgliedstaaten und berÀht die Vereinten Nationen und ihre Sonderinstitutionen. Sein Statut ist wichtiger Bestandteil der Charta der Vereinten Nationen.

Laut Charta ist der Sicherheitsrat fĂŒr die Erhaltung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit verantwortlich. Ihm gehören fĂŒnf stĂ€ndige Mitglieder (Veto-MĂ€chte) sowie zehn nichtstĂ€ndige Mitglieder, welche von der Generalversammlung fĂŒr je zwei Jahre gewĂ€hlt werden, an. Deutschland gehört dem Sicherheitsrat noch bis Ende 2012 an.

Eine Reform des Sicherheitsrates und der Regeln zur Mitgliedschaft werden seit geraumer Zeit breit diskutiert.

Der Treuhandrat wurde als internationales Aufsichtsgremium geschaffen, in dem sieben Mitgliedstaaten die Angelegenheiten von elf Gebieten bis zu ihrer UnabhÀngigkeit regeln sollten. 1994 hatten alle Gebiete unter Treuhandkontrolle die SelbststÀndigkeit erreicht, sodass der Rat sich auf unbestimmte Zeit vertagte.

Das Sekretariat ist mit der alltĂ€glichen Arbeit der Vereinten Nationen beauftragt. Es ist Dienstleister fĂŒr alle Hauptorgane und beschĂ€ftigt sich mit der gesamten Bandbreite der VN-Themen: Friedenssicherung, wirtschaftliche und soziale Zusammenarbeit, Menschenrechte usw.

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